Liquid Frontiers

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Fast Forward
Mode in den Medien

Ausstellung und Vortragsreihe Fast Forward ist eine Modeausstellung, die weitgehend auf Kleider als Exponate verzichtet. Im Mittelpunkt steht stattdessen die Rolle der Mode als Motor der visuellen Kultur und daher die Dominanz und Vielfalt ihrer Repräsentationsformen in den Medien der 1990er Jahre.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Für:

Künstlerhaus Wien

Datum:

16. April - 6. Juni 1999

Ort:

Künstlerhaus und Loos-Haus Wien

Konzept:

Ulrike Tschabitzer, Christian Muhr (Liquid Frontiers)

Ausstellungsarchitektur:

propeller z

Grafik Design:

Alois Schwaighofer

Website zur Ausstellung:

Boris Kopeinig

Fast Forward ist eine Modeausstellung, die weitgehend auf Kleider als Exponate verzichtet. Im Mittelpunkt steht stattdessen die Rolle der Mode als Motor der visuellen Kultur und daher die Dominanz und Vielfalt ihrer Repräsentationsformen in den Medien der 1990er Jahre.
Die Ausstellung interessiert sich weniger für Mode per se, sondern für jene Ideen und Experimente, die in ihrem Namen und unter Ausnutzung ihrer Suggestivkraft entwickelt und an ein Massenpublikum transportiert werden. An Stelle von Kleidern präsentiert Fast Forward Inszenierungen des Modischen in Medien wie Film, Video, Fotografie, Illustration, Animation oder Architektur und thematisiert dadurch auch die neuartigen Formen der Zusammenarbeit zwischen Modemachern und den Angehörigen anderer gestalterischer Disziplinen.
Der Hauptteil der Ausstellung wird auf rund 2000 m2 und zwei Etagen im Wiener Künstlerhaus gezeigt, um gleichzeitig die verbreitete These von der besonderen Bedeutung von Gegenwartskunst für die visuelle Kultur vor Ort zu relativieren. Wie diese Modeausstellung neuen Stils mit ihrer Fülle an Beispielen belegt, sind formale Innovation und inhaltliche Relevanz keineswegs ausschließliche Domänen der Gegenwartskunst. Dennoch gehört Fast Forward nicht zu jenen Ausstellungen, die Mode als Kunst missverstehen oder Mode gar zur Kunst nobilitieren möchten. 
Einen traditionelleren Umgang mit dem Thema zeigt der zweite, kleinere Teil an einem dafür besonders geeigneten Ort: In den ehemaligen Atelierräumen des Herrenschneiders Goldmann & Salatsch im berühmten Haus am Michaelerplatz von Adolf Loos ist eine Auswahl von Stücken aus der Sonderkollektion „Pleats Please“ von Issey Miyake zu sehen. Diese intime Salonausstellung präsentiert primär Ergebnisse der Kollaborationen zwischen dem japanischen Modemacher und verschiedenen internationalen Künstlern, ohne deswegen die Kleider zu Kunstwerken zu stilisieren.

TeilnehmerInnen der Ausstellung im Künstlerhaus:

Bless (Berlin)
Burro (London)
Hussein Chalayan (London)
Susan Cianciolo (New York)
Diesel
Fabrics Interseason (Wien)
Katerina Jebb, Comme des Garcons (Paris)
Maison Martin Margiela (Paris)
Benoit Meleard (Paris)
Kostas Murkudis (München)
The Returning Fashion Interest (New York)
Jeremy Scott (London)
SO by Alexander van Slobbe (Amsterdam)
Raf Simons (Mailand)
Simon Thorogood (London)
Isabel Toledo Studio (New York)
Viktor & Rolf (Amsterdam)
Vexed Generation (London)
W.&L.T.
Wendy & Jim (Wien)
Yohji Yamamoto (Tokio)
i-D Magazine (London)
Purple (Paris)
Tokion Magazine
Very Magazine
Visionaire

TeilnehmerInnen der Ausstellung im Looshaus:

Pleats Please Issey Miyake

TeilnehmerInnen der Vortragsreihe:

Rehmi Post (MIT Cambridge)
Mark Borthwick (New York)
Modeklasse Angewandte
Valery Steele (New York)
Ulf Poschardt (Berlin)
Terry Jones (London)

 

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