Liquid Frontiers

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Maßstab 1:1
Architektur im Selbstversuch

Wann immer Architekten Neuland betreten, tun sie dies nicht selten im eigenen Auftrag, auf eigene Gefahr und unter Einsatz erheblicher persönlicher Ressourcen.

 
 
 
 
 
 
 
 

 

Für:

kunsthaus muerz

Laufzeit:

9. November 2007 - 2. März 2008

Ort:

Kunsthaus Mürzzuschlag

Idee, Konzeption und Produktion:

Liquid Frontiers

Ausstellungsgestaltung und Grafikdesign:

Lehni-Trüb (Zürich)

Illustrationen:

Stefan Marx (Hamburg)

Fotos:

Michael Goldgruber

Als Beleg dieser These präsentiert die Ausstellung 17 exemplarische Selbstversuche großteils österreichischer Architekten, deren Fragestellungen, Abläufe und Resultate in Form von Fotos und Interviews nachgezeichnet werden. Dabei erweist sich die enge Koppelung der Kategorien des Experimentellen an die verschiedenen Modalitäten des Eigenen weder als anachronistisch noch romantisch, sondern im Gegenteil als besonders aufschlussreich um Antworten auf weniger formale als lebensnahe Fragen zu finden, wie:

„Kann eine komplette Wohnung auf 18 qm eingerichtet werden?“
„Wie eignet sich ein Glashaus als Atelierraum?“
„Können Kanalröhren als komfortable Hotelzimmer dienen?„
„Wie wohnt es sich in Gassenlokalen?“
„Lässt sich ein modernes Einfamilienhaus in traditioneller Lehmbauweise errichten, allein aus dem Aushub der Baugrube?“
„Wie arbeitet es sich in einem Architekturstudio unterhalb eines Stadtbahnbogens, wenn alle vier Minuten eine Bahn über dem Büro hinwegfährt?“
„Wie können Industrieruinen komfortabel bewohnt werden?“
„Wieso steht ein Haus seit fast 20 Jahren, obwohl seine Statik nicht berechnet werden konnte?“
„Wie lebt es sich mit fünf Kindern in einem Haus ohne Türen?“
„Wie bauen ArchitektInnen ohne Entwurf?“
„Wie baut man mit transportablen Handmaschinen ein Haus 2.500 km von Österreich entfernt?“
„Was erfährt und erlebt ein Architekt, wenn er die Strecke Wien - Mürzzuschlag zu Fuß geht?“

Die Gestaltung der Ausstellung in Form einer großformatigen Wand- und Handzeitung samt den dazugehörigen Zeitungsbehältern bzw. Lesehockern entspricht der primären Intention nicht Architekturprojekte zu dokumentieren, sondern die Erfahrungen mitzuteilen, die mit ihnen gemacht wurden, weshalb die Protagonisten selbst ausführlich zu Wort kommen.

 

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